Bildungszentrum Frastanz Hofen - Sanierung und Erweiterung

Architektur
Ausgangslage bildet das bestehende Schulgebäude, welches durch seine Z-Form geprägt ist. Um den innovativen pädagogischen Anforderungen zu entsprechen, wird das Bestandsgebäude ergänzt. Dabei wird ein zentraler Verbindungkörper mit zwei Flügeln geschaffen, denen vier Klassenverbände zugeschrieben sind. Die Flügel im Bereich des Neubaus enthalten die Kinderbetreuung und den Kindergarten. Zwei zum Garten hin offene Innenhöfe ermöglichen eine Weiterführung der außenliegenden Spielwiesen und Freiflächen. Im Obergeschoss des Neubaus werden zusätzlich Sozialräume sowie die Verwaltung untergebracht. Durch die vorgeschlagene Gebäudegeometrie wird es möglich jedem Klassenverband und jeder Gruppe separaten Freibereichen zuzuschreiben, welche dann je nach Bedarf vom Lehrpersonal in Lärm-, Ruhe- oder Kommunikationsbereiche definiert werden kann. Dies ermöglicht den Unterricht auch im Freien durchzuführen und damit eine flexible „Lernlandschaft“ zu schaffen. Die interne Organisation ist definiert durch die zentral durch das Gebäude verlaufende Bildungsachse, welche das kommunikative Herzstück des Bildungszentrums bildet. Die Bildungsachse schafft immer wiederkehrende Kommunikationsflächen, sogenannte „Marktplätze“.
Die Organisation des Schulgebäudes ist geprägt durch die Klassenverbände bzw. Cluster. Gemeinschaftsbereiche und Projekträume, die der übergreifenden Kommunikation zwischen den Clustern dienen, werden wiederum in den Bereich der Bildungsachse gelegt.

Energiekonzept
Die Wärmebereitstellung erfolgt über einen Anschluss an das bestehende Biomasse‐Nahwärmenetz.
Die Beheizung der Aufenthaltsräume erfolgt überwiegend über eine Fußbodenheizung.
Die Beheizung der Werk- und Nebenräume im UG erfolgt über Niedertemperaturheizkörper.

Sämtliche Bereiche erhalten eine mechanische Be- und Entlüftungsanlage mit einer hocheffizienten kombinierten Wärme-/Feuchterückgewinnung (>85%)
Die Luftmengenregulierung erfolgt überwiegend automatisiert und bedarfsgerecht über Luftqualitätsfühler.
Untergeordnete Räume und Zonen wie Gänge, Nassräume udgl. werden je nach Anforderung über konstante Luftmengen be- und entlüftet.

Die Heizungs-, Sanitär und Lüftungsanlagen werden von einer zentralen DDC-Regelungs- und Steuerungsanlage überwacht und optimiert.

Weitere Projekte